COVID-19: Weniger Ausbildungsplätze

Corona beherrscht derzeit unser Leben – auch die Wirtschaft ist in allen Branchen und Größenklassen massiv betroffen. Dies geht auch am Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbei. Selbst bei diesem Zukunftsthema stört und verhindert die Pandemie die weitere Planung in den Unternehmen. Dies ergibt die Zwischenbilanz der Agentur für Arbeit im Bergischen Land.

In der ersten Hälfte des Berufsberatungsjahres konnten bislang weniger Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle gewonnen werden. Auf der Stellenseite wurden eben­falls weniger Ausbildungsplätze an die Agentur für Arbeit gemeldet als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sind aktuell aber auch weniger Bewerber/innen unversorgt und weniger Ausbildungsstellen unbesetzt als im März 2019.

Die Arbeitgeber im Agenturbezirk haben bis Ende März insgesamt 2.845 Berufsausbil­dungsstellen an die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach gemeldet. Das sind 540 (16,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. Hiervon sind 2.834 betriebliche Ausbildungsstellen. Gleich­zeitig haben in diesem Jahr weniger Bewerber/innen um eine Ausbildungsstelle die Dienste der Agentur in Anspruch genommen. Derzeit gibt es 3.255 gemeldete Bewerber/innen um eine Ausbildungsstelle. Dies sind 258 oder 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Stand März gibt es derzeit noch 1.920 unversorgte Bewerber/innen, 134 oder 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sind noch 1.687 Ausbildungsstellen unbesetzt – 357 oder 17,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach: „Die Bewegungen auf dem Ausbildungsmarkt waren bereits aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen etwas verhaltener als im Vorjahr. Überstrahlt wird das Ausbildungs­geschehen natürlich von den aktuellen Entwicklungen. Wie sich der Ausbildungsmarkt im weiteren Verlauf des Jahres darstellen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös prog­nostiziert werden.“

Im Oberbergischen Kreis wurden bislang 1.355 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 170 oder 11,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 772 unbesetzt – 50 oder 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.307 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 121 oder 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 806 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 14 oder 1,7 Pro­zent weniger als im Vorjahr.

Die Agentur für Arbeit führt ihre Beratungen für die Jugendlichen aber auch in der jetzigen Situation fort – telefonisch oder per Mail. Dasselbe gilt für Unternehmen: Bei Beratungs­bedarf kontaktieren Sie bitte unseren Arbeitgeber-Service.“

• Jugendliche/Eltern im OBK:

   Bitte Kontaktdaten per Mail senden an: berufsberatung.153@arbeitsagentur.de

• Kontakt für Arbeitgeber im OBK: 02261 304 104

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