Noch erheblicher Klärungsbedarf vor Umsetzung der Lockerungen

Bergisch Gladbach: Laut Presseankündigung der Landesregierung vom 6 Mai 2020 treten kurzfristig viele Lockerungen zur Corona-Schutzverordnung in Kraft. Auch städtische Einrichtungen sind davon unmittelbar betroffen; so insbesondere Sportanlagen und Kultureinrichtungen. Im Einzelnen werfen die neuen Regelungen, die teilweise vom einen auf den anderen Tag gelten sollen, aber noch viele Detailfragen auf, die zu klären sind. Klare Auskünfte zur Handhabung der Lockerungen können deshalb in weiten Bereichen noch nicht gegeben werden.

Bereits zum 7. Mai soll laut Landesverordnung der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt werden können – sofern der Sport im Freien stattfindet. Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume dürfen zunächst noch nicht genutzt werden.

Vor der Umsetzung dieser Erleichterungen ist aber rechtssicher abzustimmen, unter welchen Voraussetzungen der Betrieb stattfinden kann – etwa ob Abstandsregelungen gelten oder ob Beschränkungen in der Anzahl der Trainierenden auszusprechen sind. Da viele Sportanlagen auch der Verwaltung durch Vereine unterstehen, wäre sicher ein einheitliches Vorgehen von Vorteil. Die städtische Sportverwaltung versucht die offenen Fragen so schnell wie möglich zu klären, hofft dabei auch auf nähere Erkenntnisse durch noch zu erwartende Auslegungshinweise der Landesregierung.

„Wir erhalten bereits viele Anrufe von Vereinen, die in den Startlöchern stehen, um mit den Sportaktivitäten wieder loszulegen“, berichtet Volker Weirich, stellvertretender Fachbereichsleiter. „Wir wollen auch so schnell wie möglich öffnen, aber die offenen Fragen müssen vorher geklärt sein. Das sind wir den Menschen, die unsere Sporteinrichtungen nutzen möchten, schuldig.“ Bergisch Gladbach verfügt über drei selbstverwaltete Sporteinrichtungen: Stadion an der Paffrather Straße, Hockeyplatz in Hand und Sportplatz an der IGP.

Ähnlich verhält es sich im kulturellen Bereich: Hier dürfen die Musikschulen ab kommender Woche wieder mit Ensembles von bis zu sechs Teinehmenden arbeiten, und Volkshochschulen in großen Räumen unter Auflagen Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen durchführen. Ob und wie dies in Bergisch Gladbach zum Tragen kommen kann, ist ebenfalls noch zu prüfen.

Die Schulen sind für die Erweiterung des Betriebes (ab 11. Mai für Grundschul-Jahrgänge 1 bis 4 und Sekundarstufen-Jahrgänge 5 bis 9, ab 26. Mai Jahrgänge 5 bis 9 auch an Gymnasien und Gesamtschulen) gut gerüstet; der städtische Immobilienbetrieb hat die erforderlichen Hygiene-Ausrüstungen verteilt und den Reinigungsdienst entsprechend beauftragt. Die Koordination der Raumnutzung durch die Schülerinnen und Schüler obliegt den jeweiligen Einrichtungen.

Für die Ordnungsbehörde nimmt der Kontrollaufwand weiter zu: Nachdem angekündigt ist, dass auch Angehörige zweier Haushalte sich im öffentlichen Raum treffen können, die Geschäfte unabhängig von der Größe öffnen dürfen und auch die Gastronomie und Hotellerie unter Auflagen wieder anlaufen soll, müssen diese Bereiche ebenfalls überwacht werden.

Sobald nähere Einzelheiten über Termine und Bedingungen zu den Öffnungen feststehen, wird die Stadt Bergisch Gladbach diese der Öffentlichkeit mitteilen.

Weitere, nicht unmittelbar städtische Einrichtungen betreffende Lockerungen und Erleichterungen sind in der Pressemitteilung des Landes NRW nachzulesen:

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerpraesident-armin-laschet-stellt-nordrhein-westfalen-plan-vor

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