Naturschutz in der Balker Aue – der Eisvogel brütet

Viele bezeichnen ihn als den wohl schönsten deutschen Vogel, aber gesehen haben ihn nur wenige. Der Eisvogel, auch „fliegender Edelstein“ genannt, ist kaum größer als ein Spatz. Doch sein bunt schillerndes Federkleid, je nach Lichteinfall kobaltblau bis türkisfarben, zieht alle Augen auf sich – wenn sich denn die Chance ergibt. Denn der Eisvogel ist eine wahre Seltenheit. Er steht für lebendige Flüsse und Auen – und ist eine der gefährdetsten Tierarten Deutschlands. Als Lebensraum und Brutrevier benötigt er naturnahe Ufer von Bächen und Flüssen. In dicht besiedelten Gebieten findet der Eisvogel daher kaum ideale Lebensbedingungen. Doch in Leichlingen existieren gleich mehrere Oasen für das wunderschöne Tier. Eine davon ist die Balker Aue.

An den Uferabschnitten der Wupper brütet der Vogel auch in diesem Jahr wieder. Gleichzeitig wird das Gebiet intensiv von den Leichlinger Bürgerinnen und Bürgern genutzt. Denn die Balker Aue ist ein beliebter Ort für ausgedehnte Spaziergänge. Leider reagiert der Eisvogel äußerst empfindlich auf Störungen durch Mensch und Hund. Er ergreift sehr schnell die Flucht oder bricht sogar sein Brutgeschäft ab. Das gilt es natürlich zu verhindern. Der Eisvogel braucht daher ungestörte Uferabschnitte, in denen er sich sicher fühlt. Aber auch die Leichlinger Bürgerinnen und Bürger sollen die Aue mit ihren vierbeinigen Freunden weiterhin nutzen können.

Deshalb wurde bereits vor einigen Jahren der Fuß- und Radweg von der Wupper an den Rand der Aue verlegt und ein spezielles Gebiet geschaffen, in dem Hunde sich frei bewegen können. Der vom Eisvogel genutzte Uferstreifen ist durch Pfosten deutlich markiert. Die angebrachten Hinweistafeln klären vor Ort über die Schutzmaßnahmen auf und geben Verhaltenstipps. So soll gewährleistet werden, dass Naturschutz und Naturgenuss gleichzeitig möglich sind. Doch diese Maßnahmen bringen nur dann etwas, wenn wir alle uns an sie halten. Deswegen bittet die Stadtverwaltung alle Bürgerinnen und Bürger, auf dem Rad- und Fußweg zu bleiben oder sich innerhalb der Bewegungsfläche für Hunde aufzuhalten. Beschränken Sie den Zugang zur Wupper auf die Kanueinstiegsstelle und betreten Sie den durch Pfosten abgegrenzten Uferstreifen nicht. Der Eisvogel wird es Ihnen danken – und wir alle können uns weiterhin an der Schönheit dieses seltenen Tieres erfreuen.

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