Kultur im Sommer: LVR-Museen bieten buntes Ferienprogramm

Zwischen Jubiläumsprogramm, Sonderausstellungen und Experimenten: Hier ist für alle etwas dabei

Die Museen des Landschaftsverband Rheinland (LVR) sorgen mit einem vielfältigen Angebot während der Sommerferien für abwechslungsreichen Zeitvertreib für Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

So feiert das LVR-Freilichtmuseum Kommern in diesem Jahr seine Eröffnung vor 60 Jahren mit einem Jubiläumsprogramm vom 20. bis 25. Juli, bei dem die Besuchenden etliche Handwerksvorführungen, ein Scheunenkino oder einen Dokumentarfilm aus der Zeit der Gründung erleben können. Auch die restlichen Tage bieten ein buntes Ferienprogramm. Vom 6. Juli bis zum 28. August können die kleinen Museumsgäste ohne Anmeldung beispielsweise filzen, Duftsäcke herstellen, Seife kneten, Steckenpferde basteln und vieles mehr.

Jeweils mittwochs ab 10 Uhr gibt es im WaldPädagogikZentrum Eifel (WPZ) ein Abenteuerprogramm mit Flitzebogen, Bötchen bauen oder Baumklettern.

Für Erwachsene gibt es jeweils sonntags um 13.30 Uhr und 15 Uhr eine einstündige offene Sonntagsführung. Jede Woche steht eine andere Baugruppen oder ein anderes Thema im Fokus.

Auch das LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler bietet ab Juli wieder öffentliche und individuelle Führungen durch die Abtei Brauweiler und die Gedenkstätte Brauweiler an. Führungen finden jeden Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr sowie nach individueller Absprache statt.

Wer mehr Lust aufs Ausprobieren hat, kann im Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen bei der Experimentier-Ausstellung „Ist das möglich?“ ab dem 8. Juli vorbeischauen. Hier können Kinder und Jugendliche verschiedenste Materialien unter einer Lupenkamera vergleichen oder aber die Reißfestigkeit von Papier prüfen. Die Ausstellung verknüpft ein Rate- und Wissensspiel mit der Vermittlung von spannenden Fakten rund um industrielle Materialien.

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich künstlerisch auszuprobieren. In verschiedenen mehrtägigen Workshops ab dem 7. Juli können sie in den Sommerferien das Malen an der Staffelei im Freien, das Drucken mit Fundsachen oder auch die Gestaltung von Tunnelbüchern in 3-D-Optik kennenlernen.

Ausstellungen in die Vergangenheit

Für Interessierte an der jüdischen Geschichte in Deutschland gibt es zwischen dem 2. Juli und 12. August die Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im LVR-Landeshaus Köln zu sehen. Dort wird das jüdische Leben von gestern, heute und morgen gezeigt: Recht und Unrecht, Religion und Wissenschaft, Leben und Miteinander, Kunst und Kultur. Ganz unterschiedliche Biografien und Bilder erzählen vom jüdischen Leben und von jüdischer Kultur im deutschsprachigen Raum seit Kaiser Konstantin.

Im LVR-Industriemuseum/Tuchfabrik Müller in Euskirchen erwartet die Besuchenden eine Sonderausstellung voll gewagter Kleidung: „Mode 68 – Mini, sexy, provokant“ führt in die Zeit der größten gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Umwälzungen, die die junge Bundesrepublik bis dahin erlebte. Die tiefgreifenden Veränderungen zeigten sich auch modisch: Statt korrekter Eleganz waren nun Minirock und Maxirock, Hotpants und Schlaghose, Space-Look, Hippieklamotten und wilde Mähne angesagt. Die Ausstellung ist bis einschließlich 15. August zu sehen.

Die Fotoausstellung in der St. Antony-Hütte in Oberhausen portraitiert ab dem 2. Juli die Ausstellung „Arbeitersiedlungen entlang der Seidenstraße – Fotografien von Bernard Langerock“, in der sich besagter Fotograf auf die Reise zu drei Arbeitersiedlungen entlang dieser Strecke gemacht hat. Dabei spürt er dem Alltag und Leben der dortigen Menschen in den letzten Jahrhunderten nach.

Mit einer Zeit, die noch weiter zurückliegt, beschäftigt sich die Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ im LVR-LandesMuseum Bonn. Sie zeigt die spektakulären Funde und intensive Forschung aus den letzten Jahrzehnten und läuft bis einschließlich 24. Oktober dieses Jahres.

Alles online oder was?

Parallel zur Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln die Reihe #TuesdayTalks auf Instagram gestartet. In der Ausstellung stellt das MiQua Projekte und Vereine vor, die sich auf vielfältige Weise mit jüdischer Geschichte, Gegenwart und Kultur beschäftigen. Interessierte können sich die bisher acht Folgen dauerhaft auf Instragram und Facebook ansehen und -hören ( @museummiqua ).

Wer sich für Architektur interessiert, kann sich den virtuellen Vortrag von Dr. Helmtrud Köhren-Jansen, Leiterin der Abteilung Inventarisation des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland ansehen. Sie referiert am Donnerstag, den 22. Juli 2021 um 18 Uhr zu dem Thema „Groß-Siedlungen im Rheinland: Der Architekt Gottfried Böhm und seine Berufskollegen“ via Zoom. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, den Link gibt es vor der Veranstaltung auf der Homepage des LVR-ADR .

Hinweis: Anmeldepflichtige Veranstaltungen können auf der jeweiligen Webseite der Museen oder auf kulturinfo-rheinland ( www.kulturinfo-rheinland.de ) gebucht werden.

Weiterführende Links zum Sommerferienangebot:

www.ferien-im-museum.lvr.de

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